10.04.2018 / Inland / Seite 4

Hetze gegen Roma nimmt zu

Berliner Verein bilanziert Rassismus bei Behördengängen und in Onlinekommentaren

Jan Greve

»Was machen Sie hier in Deutschland, völlig unvorbereitet, ohne Plan?« Solche und ähnliche Fragen haben Roma im vergangenen Jahr immer wieder hören müssen. 252 antiziganistische Vorfälle zählte der Verein Amaro Foro 2017 in Berlin. Der Verein hat sich interkultureller Jugendarbeit und dem Empowerment von Roma verschrieben. In seiner am Montag vorgestellten Erhebung wurden sowohl diskriminierende Medienberichte als auch rassistische Kommentare von Behördenmitarbeitern aufgeführt.

Die Koordinatorin des Dokumentationsprojekts, Diana Botescu, stellt fest, dass Roma oder Menschen, die dafür gehalten werden, zunehmend diskriminiert werden. Vor allem der Kontakt zu sogenannten Leistungsbehörden, also Jobcentern oder Familienkassen, sei von strukturellem Rassismus und individuellen Entgleisungen geprägt. Meist beruhen die Anfeindungen demnach auf Vorstellungen über verbrecherische Großfamilien und ähnlichen Klischees, denen Menschen aus Rumänien oder Bulgarien au...

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