09.04.2018 / Inland / Seite 8

»Die meisten Autoren halten das Recht auf Asyl hoch«

Rechte Schriftsteller verfassten Erklärung gegen Migranten, ihre Kollegen halten dagegen. Gespräch mit Lena Falkenhagen

Gitta Düperthal

Mit Unverständnis hat der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller, VS, auf die sogenannte Erklärung 2018 reagiert. Unterzeichnet hatten sie unter anderem rechtskonservative Autoren wie Henryk M. Broder, Uwe Tellkamp, Thilo Sarrazin und Karlheinz Weißmann. Sie begegnen dem Text mit einer »Antwort für Demokratie und Menschenrechte«. Worum dreht sich der Streit?

Bei der von rechten und konservativen Autoren am 15. März verfassten Erklärung geht es um Flüchtlinge und um Einwanderung. Propagandistisch ist darin von einer »illegalen Masseneinwanderung« die Rede. Aus unserer Sicht geht es um das Abfangen von rechten Sympathien. Unsere Bundesvorsitzende Eva Leipprand hat in einer Presseerklärung des VS schon geäußert, dass die Art, wie das Papier die Migranten zu Sündenböcken macht, »unterkomplex und einer intellektuellen Auseinandersetzung nicht angemessen« ist.

Auch ich finde, dass ein komplexes Thema auf eine simple Formel heruntergebrochen is...

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