09.04.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Volksheld hinter Gittern

Historische Zäsur: Nach Tagen mit großen Aktionen des Widerstandes geht Brasiliens früherer Präsident Lula ins Gefängnis

Peter Steiniger

Seine Verfolger haben ihr großes Ziel erreicht: Der frühere Präsident Brasiliens, Gewerkschaftsführer und Gründer der Arbeiterpartei (Partido dos Trabalhadores, PT), Luiz Inácio Lula da Silva ist nicht mehr in Freiheit. Am Sonnabend gegen 19 Uhr (Ortszeit) verließ Lula das Gebäude der Metallarbeitergewerkschaft der sogenannten ABC-Industrieregion von São Paulo in einem Zivilfahrzeug der Bundespolizei. Es gelang ihm erst im zweiten Versuch, das Haus zu verlassen, über einen Nebenausgang. Tausende Demonstranten blockierten die Straße und wollten verhindern, dass die Polizei seiner habhaft würde. Dem Politiker steht eine zwölfjährige Gefängnisstrafe bevor, die er zu Unrecht erhielt. Er ist der Kandidat der PT für die im Herbst anstehenden Präsidentschaftswahlen. Diese hat angekündigt, daran ungeachtet seiner Verurteilung wegen Korruption und Geldwäsche festzuhalten. In einem konstruierten Prozess war Lula der verschleierte Besitz einer Luxusimmobilie vorgew...

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