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05.04.2018 / Feuilleton / Seite 11

Im Dazwischen bleiben

Nebeneinander von Aktualisierung und Entpolitisierung: Christian Petzold hat Anna Seghers’ Roman »Transit« verfilmt

Kai Köhler

Georg ist aus Deutschland geflohen, denn er ist ein Gegner der Faschisten, die dort regieren. Nun stoßen deutsche Truppen nach Frankreich vor. Auch in Paris sind Leute wie Georg nicht mehr sicher. Schon jagt die französische Polizei Antifaschisten, man kann sich deren Schicksal leicht vorstellen. In äußerster Not soll Georg dem Schriftsteller Weidel einen Brief überbringen, doch hat der sich im Hotel bereits das Leben genommen. Mit Weidels Dokumenten flieht Georg nach Marseille, wo noch einige Wochen Gnadenfrist bis zum Eintreffen der deutschen Armee bleiben.

Christian Petzold hat Anna Seghers’ Roman »Transit«, der autobiographisch die Fluchterfahrungen der Autorin verarbeitet, verfilmt. Ohne historische Kulissen. Viel Gegenwärtiges kommt ins Bild. Die stets drohende Polizei führt ihre Razzien in moderner Kampfmontur durch, und vor allem – eine der klugen Entscheidungen – überkreuzen sich in Marseille die Fluchtbewegungen. Aus der französischen Familie, m...

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