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05.04.2018 / Feuilleton / Seite 10

Die Cloud stinkt nach Diesel

Thomas Wagner

Viele Leute glauben, dass es sich beim Internet um eine saubere Sache handelt – ökologisch gesehen. Pustekuchen! Ob wir eine Onlineüberweisung tätigen, einen Eintrag bei Facebook machen oder wie selbstverständlich die Google-Suche in Anspruch nehmen: Immer müssen dafür große Mengen von Daten gespeichert werden und dafür wiederum braucht es Energie. Um den Menschen zu ermöglichen, ständig online zu sein – und wer möchte das heute nicht – muss dieser Strom auf meist ganz konventionelle Weise erst einmal erzeugt werden. Nicht zu Unrecht befürchtet Niklas Maak daher in der FAZ (13.1.2018), das Internet wachse zu einem der größten Energiefresser der Welt heran. Die modernen Datenzentren, betont der Journalist, sind keine virtuelle, sondern eine ganz und gar physische Realität. Auf den Serverfarmen verwandelt sich die Cloud in eine Abgaswolke. »Damit die Daten im Fall eines Stromausfalls immer noch abrufbar sind, brauchen sie Notstromaggregate – meistens Diesel...

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