05.04.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Shell droht Klima-Klage

Umweltschutzorganisation Friends of the Earth setzt Rohstoffkonzern Ultimatum zur Senkung von CO2-Ausstoß

Christian Selz, Kapstadt

Cabo Delgado ist Mosambiks nördlichste Provinz. Südlich der Grenze zu Tansania reiht sich hier ein von Palmen gesäumter Sandstrand an den nächsten. Vor der Küste liegen kleine Inseln, unter Wasser tummeln sich unzählige Fischarten über bunten Korallenriffen. Noch tiefer liegen allerdings Schätze, die der paradiesischen Schönheit bald ein Ende machen könnten: gigantische Gasvorkommen. Als maßgeblicher Ausbeuter der Ressourcen hat sich der niederländisch-britische Konzern Royal Dutch Shell bereits in Stellung gemacht. Doch dem Rohstoffriesen bläst der Wind ins Gesicht. Die Umweltschutzorganisation »Friends of the Earth« (FOE) hat am gestrigen Mittwoch ein Schreiben in die Den Haager Unternehmenszentrale geschickt, in dem Shell zu einer Abkehr von der Förderung fossiler Brennstoffe aufgefordert wird. Innerhalb von acht Wochen soll der Konzern nun entsprechende Schritte einleiten, andernfalls will FOE in den Niederlanden offiziell Klage einreichen.

»Die Gasfö...

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