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05.04.2018 / Inland / Seite 8

»Werden das PKK-Verbot massenhaft unterlaufen«

Bei der Kreuzberger 1.-Mai-Demo steht dieses Jahr die Solidarität mit der kurdischen Bewegung im Mittelpunkt. Gespräch mit Paula Reuter

Peter Drabig

Seit über 30 Jahren gibt es die Revolutionäre 1. Mai Demo in Berlin. Wird sich der Demonstrationszug von denen der Vorjahre unterscheiden?

Wir werden ein über Kreuzberg hinaus sichtbares Zeichen der Solidarität nach Rojava senden. Dafür tragen wir unzählige Fahnen verschiedener kurdischer Befreiungsbewegungen, die unter anderem Kobani vom Islamischen Staat befreit und einen Genozid im jesidischen Sengal verhindert haben. So ein Fahnenmeer hat es vorher noch nie gegeben. Für eine solche Aktion ist Berlin genau der richtige Ort. Hier werden die Rüstungsexporte in die Türkei genehmigt, Erdogan hat mit deutschen Waffen den nordsyrischen Kanton Afrin angegriffen und besetzt.

Warum nennen Sie Ihr geplantes Fahnenmeer zivilen Ungehorsam?

Einige der Flaggen, die wir schwenken werden, dürfen aufgrund des PKK-Verbots in Deutschland nicht öffentlich gezeigt werden. Wir tun es trotzdem und werden so das anachronistische Verbot der Arbeiterpartei Kurdistans massenhaft...

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