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05.04.2018 / Inland / Seite 4

Kampagne mit »Messerangst«

Verein »Polizei grün« kritisiert Polizeigewerkschaften und Bild

Kristian Stemmler

Eine Kampagne kommt ins Rollen. Schon am 19. März titelte Bild »Messerangst in Deutschland«, bebildert mit einem blutverschmierten Klappmesser, Untertitel: »Bis zu 300 Prozent mehr Angriffe«. Vier Tage später hetzte der Berliner AfD-Abgeordnete Gottfried Curio im Bundestag: »Masseneinwanderung heißt auch Messereinwanderung.« Und am Ostermontag klinkte sich die rechtslastige Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) in die Debatte ein, forderte höhere Strafen für Messerattacken und behauptete, der Anteil von Migranten unter den Tätern sei besonders hoch.

Spektakuläre Fälle wie die Morde an einer 15jährigen am 27. Dezember 2017 im pfälzischen Kandel und an einer 18jährigen am 12. März in Flensburg, die beide erstochen wurden, sorgten für eine große Aufmerksamkeit. In beiden Fällen sind afghanische Flüchtlinge tatverdächtig. In rechten Medien wie dem Portal »Politically Incorrect« und »sozialen Netzwerken« wird damit das Stereotyp vom »Südländer« oder »Araber« ho...

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