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05.04.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 2

»Wir treten für ethisches Wirtschaften ein«

Daimler Benz AG lädt zur Aktionärsversammlung. Kritiker wollen Vorstand und Aufsichtsrat in die Pflicht nehmen. Gespräch mit Charlotte Kehne

Gitta Düperthal

Am Donnerstag rufen »Ohne Rüstung Leben« sowie der »Dachverband der kritischen Aktionärinnen und Aktionäre« zu Protesten vor der Hauptversammlung der Daimler Benz AG in Berlin auf. Sie fordern, dem Vorstand und dem Aufsichtsrat die Entlastung zu verweigern. Worum geht es?

Wir wollen unsere Kritik bei der Hauptversammlung einbringen. Aus unserer Sicht gibt es genügend Gründe, den Daimler-Vorstand und den Aufsichtsrat nicht zu entlasten: Erstens ist die Verwicklung des Konzerns in den Abgasskandal zum Nachteil seiner Kundinnen und Kunden zu nennen. Festzustellen ist hierbei eine Mitschuld an der gesundheitlichen Schädigung von Bürgerinnen und Bürgern, die die Stickoxidemissionen einatmen müssen. Wir fordern, alle Fahrzeuge des Konzerns so nachzurüsten, dass sie ihre gesetzlichen Schadstoffgrenzwerte auf der Straße einhalten. Fabrikneue Fahrzeuge sind entsprechend zu produzieren.

Zweitens kritisieren wir die Kartellabsprachen des Konzerns über zwei Jahr...

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