05.04.2018 / Titel / Seite 1

Streikbrecher an Bord

Billigfluglinie Ryanair setzt europaweit Beschäftigte unter Druck. Gewerkschaft spricht von »Nötigung«

Simon Zeise

Dem Unternehmen sind alle Mittel recht. Die Fluglinie Ryanair setzt europaweit Beschäftigte unter Druck, damit diese als Streikbrecher in Portugal Schichten schieben. Am Flughafen Faro gingen die Angestellten des Kabinenpersonals am Mittwoch den dritten Tag in Folge in den Ausstand. Elf von 18 geplanten Flügen seien erfolgreich verhindert worden, erklärte Luciana Passo von der Gewerkschaft des Kabinenpersonals SNPVAC am Mittwoch der portugiesischen Zeitung Observador. Es sind die ersten Streiks in der 34jährigen Firmengeschichte. Erst im Dezember 2017 hatte Ryanair überhaupt Gewerkschaften im eigenen Haus anerkannt. Die Beschäftigten streiken wegen schlechter Arbeitsbedingungen und Dumpinglöhnen. Disziplinarverfahren und Drohungen des Unternehmens seien an der Tagesordnung, etwa wenn die Verkaufsziele auf einem Flug nicht erreicht würden.

»Beschäftigte in ganz Europa, darunter also auch unsere Kolleginnen und Kollegen in Deutschland, werden von Ryanair na...

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