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04.04.2018 / Ausland / Seite 7

Facebook-Skandal in Indien

Neu-Delhi nutzt Affäre, um von mangelhaftem Datenschutz abzulenken

Awanish Kumar und Silva Lieberherr, Mumbai

Kaum jemand hätte erwartet, dass der Skandal um die Weitergabe von Facebook-Daten an die Firma »Cambridge Analytica« (CA) in Indien Schlagzeilen machen würde. Privatsphäre hat in dem Land nicht den Stellenwert wie in Europa. Das gilt auch als Grund für die fehlende Debatte um die Einführung einer biometrischen Identifikationskarte. Die ist seit Anfang 2016 für die Einwohner Indiens faktisch verpflichtend.

Der indische Minister für Recht und Informationstechnologie, Ravi Shankar Prasad, richtete seine Worte an Facebook-Chef Mark Zuckerberg: »Sie täten gut daran, auf den indischen Minister für Informationstechnologie zu hören. Wir heißen Facebook in Indien willkommen, aber wenn es Datenklau mit dem heimlichen Einverständnis Facebooks gab, dann wird dies nicht toleriert. Unser Gesetz zur Informationstechnologie gibt uns eine große Macht, und wir werden sie nutzen, auch um Sie in Indien vor Gericht zu ziehen.«

Dabei ist Indiens Datenschutzgesetzgebung schwach...

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