31.03.2018 / Ausland / Seite 7

Außenminister zurückgepfiffen

Luxemburg: Haltung von Jean Asselborn zu Giftanschlag in Salisbury war zu unvoreingenommen

Oliver Wagner, Esch/Alzette

Nachdem der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn vergleichsweise unaufgeregt und auffallend unvoreingenommen auf den Giftgasanschlag in Salisbury reagiert hat, wurde er umgehend von der Regierung zurückgepfiffen. Am Dienstag morgen hatte Asselborn, der sich auf einer Reise in den südlichen Kaukasus befand, RTL ein Interview gegeben, in dem der Diplomatiechef erklärte, bevor die UNO-Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) in Den Haag nicht herausgefunden habe, »was genau« am 4. März im englischen Salisbury passiert ist, werde Luxemburg keine russischen Diplomaten ausweisen.

»Verschiedene Länder«, so Asselborn weiter, hätten in den vergangenen Tagen »übertrieben« reagiert, als sie die weiterhin unbelegten Anschuldigungen der britischen Regierung, das Nervengas, das gegen den zum britischen Auslandsgeheimdienst MI6 übergelaufenen ehemaligen Oberst des sowjetischen, später russischen Militärnachrichtendienstes GRU, Sergej Skripal, und dess...

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