Gegründet 1947 Dienstag, 25. Juni 2019, Nr. 144
Die junge Welt wird von 2198 GenossInnen herausgegeben
28.03.2018 / Ansichten / Seite 8

Unrechtsstaat

Abschiebungen nach Afghanistan

Jana Frielinghaus

Ein Aufenthalt in Afghanistan ist lebensgefährlich. Egal, wo. Das sagen Experten der Vereinten Nationen, und das konstatierte auch die Bundesregierung in ihrem am 6. März veröffentlichten Afghanistan-Report: Ein ziviles Engagement Deutschlands sei aufgrund von »Kampfhandlungen, Anschlägen und Entführungsgefahr« nur noch unter strengen Sicherheitsvorkehrungen möglich, heißt es da. Ergo müsse das Bundeswehr-Kontingent am Hindukusch aufgestockt werden. Was der Bundestag danach prompt beschlossen hat. Für Menschen, die aus dem Land in die BRD geflohen sind, gilt allerdings nicht dieser Bericht, sondern die Lageeinschätzung des Auswärtigen Amtes von Ende 2016, derzufolge es am Hindukusch sichere Orte gibt. Wo, das dürfen zwangsweise Heimgeschickte allein herausfinden.

Das Verhalten der deutschen Behörden gegenüber den Betroffenen ist nicht nur zynisch. Politik und Verwaltung verstoßen damit gegen elementare rechtsstaatliche ...

Artikel-Länge: 2891 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €