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27.03.2018 / Ausland / Seite 6

Kein Kompromiss in Sicht

Athen und Skopje suchen fieberhaft nach einer Lösung im Namensstreit

Nenad Zivanovski, Skopje

In diesem Jahr könnte ein Land von der Karte Europas verschwinden – nicht als Folge einer Kriegserklärung oder Besatzung, sondern langjähriger diplomatischer Verhandlungen. Das Land würde nur dem Namen nach verschwinden. Denn Mazedonien soll nicht mehr Mazedonien heißen, die griechische Regierung fordert eine Umbenennung.

Die sozialdemokratische Regierung in Skopje bemüht sich seit einigen Monaten, den Namensstreit diplomatisch zu lösen, um seinen NATO-Beitritt vorzubereiten und im Sommer Verhandlungen zur Aufnahme in die Europäische Union zu beginnen. Beteiligt an den Verhandlungen sind auch die Vereinten Nationen mit dem US-amerikanischen Diplomaten Matthew Nimetz als Sondervermittler. Der hat im Januar eine Liste mit fünf Namen vorgelegt: Republik Neumazedonien, Republik Nordmazedonien, Republik Obermazedonien, Republik Vardarmazedonien und Republik Mazedonien (Skopje). Nach dem Besuch des griechischen Außenministers, Nikos Ko­tzias, in Skopje in der v...

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