26.03.2018 / Politisches Buch / Seite 15

Die andere Internationale

Gewerkschaft »Industrial Workers of the World« strahlte weit über die USA aus

Simon Loidl

Im Juni 1905 fand in Chicago ein Kongress statt, zu dem sich eine illustre Runde aus Persönlichkeiten der US-Arbeiterbewegung eingefunden hatte. Der schon damals legendäre Gewerkschafter William »Big Bill« Haywood war ebenso anwesend wie die Sozialisten Eugene V. Debs und Daniel De Leon, die Anarchistin Lucy Parsons oder die Lehrerin, Näherin und Aktivistin Mary Harris Jones – weithin bekannt als »Mother Jones«. Radikale unterschiedlicher politischer Herkunft hatten sich versammelt, um eine neue Gewerkschaft zu gründen: die Industrial Workers of the World (IWW).

In den folgenden Jahren schlossen sich Zehntausende den IWW an – unter ihnen viele, die eben erst in die USA gekommen waren. Durch die Verbindungen dieser »Wobblies«, wie IWW-Mitglieder genannt werden, in ihre Heimatländer wie auch durch mobile Berufsgruppen breiteten sich die von den IWW vertretenen Ideen rasch in andere Weltregionen aus. Der Sammelband »Wobblies of the World« spürt der globalen ...

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