26.03.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Streiken verbindet

Gegen den Frontalangriff auf den Sozialstaat bildet sich in Frankreich eine Linksfront heraus

Hansgeorg Hermann, Paris

Der Ton zwischen den streikenden französischen Eisenbahnern und der Führung des bislang noch staatlichen Unternehmens SNCF (Société nationale des chemins de fer français) verschärft sich. SNCF-Chef Guillaume Pepy warf den rund 149.000 gegen Privatisierungspläne kämpfenden »Cheminots« vor, den Betrieb in ein »organisiertes Durcheinander« geführt und Millionen Fahrgäste als »Geiseln« genommen zu haben. Die von der neoliberalen Regierung unter Staatspräsident Emmanuel Macron angerührte »Reform« des mit rund 50 Milliarden Euro verschuldeten Großunternehmens sieht vor, die SNCF in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln (siehe jW vom 19. März) und den Eisenbahnern ihren Beamtenstatus zu nehmen, der sie bisher vor Entlassung schützt.

Am Mittwoch hatten sich bis zum Abend mehr als 400.000 Franzosen aller Berufsgruppen an einem ersten Tag der »nationalen Erhebung« beteiligt und in den S...

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