26.03.2018 / Inland / Seite 8

»Sprache und Kultur von fundamentaler Bedeutung«

Minderheiten müssen geschützt werden. In Sachsen erinnert eine Ausstellung an das »Sorbengesetz«. Ein Gespräch mit Heiko Kosel

Markus Bernhardt

Anlässlich des 70. Jahrestages der Verabschiedung des ersten Sorbengesetzes, das am 23. März 1948 durch das sächsische Landesparlament erlassen wurde, hat die Linksfraktion die Ausstellung »Die Sorben: Kultur und Recht im Selbstverständnis« organisiert. Warum ist es Ihnen so wichtig, sich mit der Geschichte der Sorben zu beschäftigen?

Die Sorben waren über Jahrhunderte ein Spielball in deutschen Staaten, und ihre Feinde haben ihnen Geschichtslosigkeit unterstellt. Eine Ausnahme bilden die Jahre in der DDR. In der BRD wurden die Minderheitenrechte vernachlässigt. Dabei ist das Minderheitenrecht eines der Kopenhagener Kriterien für die Aufnahme in die EU.

Bei der Ausstellungseröffnung haben Sie angekündigt, »verstärkt dafür zu werben, in einen gesellschaftlichen Dialog einzutreten, um den Schutz und die Förderung der sorbischen Sprache und Kultur in Zukunft noch realitätsnäher, demokratischer und damit am Ende effektiver zu gestalten«. Woran mangelt es denn...

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