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26.03.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Drei Jahre Massenmord

Im Jemen ist kein Ende des Krieges in Sicht. UNO spricht von »größter humanitärer Katastrophe unserer Zeit«

Wiebke Diehl

Heute vor drei Jahren, am 26. März 2015, begann eine Militärkoalition unter Führung Saudi-Arabiens eine Intervention im Jemen. Sie folgte dabei einer Bitte des jemenitischen »Präsidenten« Abed Rabbo Mansur Hadi. Dieser war nach dem Sturz seines Vorgängers Ali Abdullah Saleh im Februar 2012 für eine zweijährige Übergangsfrist zum Staatschef gewählt worden, weigerte sich nun aber, abzutreten.

Zum Zeitpunkt der Intervention Saudi-Arabiens und seiner Verbündeten hatte Hadi längst die Kontrolle über das Land verloren. Die Ansarollah, die seit den 80er Jahren für die politischen, wirtschaftlichen und religiös-kulturellen Rechte der etwa 40 Prozent der Bevölkerung Jemens ausmachenden Zaiditen eintraten, hatten große Teile des Landes sowie die Hauptstadt Sanaa eingenommen. Erklärtes Ziel der in westlichen Medien oft auch als »Huthis« bezeichneten Ansarollah war es, die Kontrolle Saudi-Arabiens, das den Jemen seit jeher wie seinen Hinterhof behandelt und eine eige...

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