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26.03.2018 / Ausland / Seite 2

»Die Türkei will ein neues Kalifat errichten«

Nach Einmarsch in der nordsyrischen Stadt drohen Frauen Gewalt und Unterdrückung. Ein Gespräch mit Nilüfer Koc

Gitta Düperthal

Vor dem Einmarsch der türkischen Armee und mit ihr verbündeter dschihadistischer Banden in Afrin wurden in dem nordsyrischen Kanton Projekte für Frauenemanzipation und Ökologie gefördert. Wie ist die Lage jetzt?

95 Prozent der Bevölkerung sind aus Afrin geflohen. Am 58. Tag des Widerstands der Stadt haben die kurdischen Volksverteidigungseinheiten sie evakuiert, um die komplette Zerstörung und ein Massaker abzuwenden. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat angekündigt, Afrin ethnisch zu »säubern«. Salafistische Banditen und Kriminelle haben die Stadt eingekesselt und rauben sie aus. Wer nicht schnell genug flüchtete, wird als Geisel gehalten. Das türkische Regime plant, in Afrin von ihm finanzierte rassistische Gruppen sowie einen sogenannten Nationalrat zur Verwaltung anzusiedeln. Da es nach den Plünderungen, der Gewalt gegen Flüchtende und der Vertreibung der Bevölkerung international Unruhe gab, will Erdogan nun ein scheindemokratisches Regim...

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