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24.03.2018 / Wochenendbeilage / Seite 3 (Beilage)

Fluch der Welt

Im März 1918 kommentierte Karl Liebknecht als Zuchthaushäftling den Raubfrieden von Brest-Litowsk in mehreren Notizen

Am 3. März 1918 wurde der Frieden von Brest-Litowsk zwischen den Mittelmächten (Deutsches Kaiserreich, Kaiserreich Österreich-Ungarn, Osmanisches Reich, Königreich Bulgarien) und dem revolutionären Russland unterzeichnet. Letzteres schied damit aus dem Weltkrieg aus und verlor 26 Prozent seines damaligen europäischen Territoriums, 27 Prozent des anbaufähigen Landes, 26 Prozent des Eisenbahnnetzes, 33 Prozent der Textil- und 73 Prozent der Eisenindustrie sowie 73 Prozent der Kohlegruben. Angesichts der Bedrohung für die Sowjetmacht durch deutsche Truppen stimmten die Bolschewiki nach scharfen internen Auseinandersetzungen dem Vertrag zu.

Karl Liebknecht, der seit dem 8. Dezember 1916 im Zuchthaus Luckau inhaftiert war, verfasste dort dazu zahlreiche Notizen, darunter folgende:

Das Fazit von Brest: Das Fazit von Brest ist nicht null, selbst wenn es jetzt zu einem brutalen Unterwerfungsfrieden kommt.

Durch die russischen Delegierten wurde Brest zur weithin v...

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