24.03.2018 / Geschichte / Seite 15

Kampf dem Atomtod

Vor 60 Jahren beschloss der Bundestag die Atombewaffnung der Bundeswehr. Die Sozialdemokraten verhinderten einen effektiven Widerstand dagegen

Peer Heinelt

Am 25. März 1958, knapp drei Jahre nach dem NATO-Beitritt der BRD, beschloss der Bundestag mit den Stimmen der Regierungsfraktionen von CDU/CSU und Deutscher Partei (DP), die Bundeswehr mit Atomwaffen auszustatten. Die Entscheidung erfolge »in Übereinstimmung« mit dem westlichen Militärbündnis und sei »angesichts der Aufrüstung des möglichen Gegners« zwingend erforderlich, hieß es: »Solange der Kommunismus seine weltrevolutionären Ziele weiterverfolgt, die er noch im November 1957 auf der Tagung der Kommunistischen und Arbeiterparteien der sozialistischen Länder in Moskau erneut bekräftigt hat, können Friede und Freiheit nur durch eine gemeinsame Verteidigungsanstrengung der freien Welt gesichert werden.«

Schon am Tag der Parlamentsabstimmung legten rund 1.000 Beschäftigte des Kasseler Rüstungskonzerns Henschel spontan die Arbeit nieder und fanden sich unter der Parole »Kampf dem Atomtod« zu einer Demonstration zusammen – trotz einer wütenden Distanzierun...

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