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24.03.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Karriere einer Verschwörungstheorie

EU-Gipfelerklärung macht Russland für Giftmordversuch von Salisbury verantwortlich

Jörg Kronauer

Der am Freitag zu Ende gegangene EU-Gipfel ist einer der letzten gewesen, an denen Großbritannien teilgenommen hat. Insofern war er auch einer der letzten, auf denen die britische Regierung in Sachen EU-Außenpolitik mitreden und mitentscheiden konnte. Premierministerin Theresa May hat denn auch alles daran gesetzt, diese Chance zu nutzen und die EU-27 noch aggressiver gegen Russland in Stellung zu bringen als bisher. »Es ist klar«, behauptete sie unmittelbar vor dem Treffen in Brüssel, »dass die russische Bedrohung Ordnung nicht anerkennt und dass der Zwischenfall in Salisbury Teil eines Musters russischer Aggression gegen Europa und seine Nachbarn ist«. Möglichst scharf sollte nach ihrem Willen die Gipfelerklärung zu Salisbury ausfallen. Ein hochrangiger Funktionär in Downing Street hatte vorab verbreitet, London betrachte Moskau »nicht als strategischen Partner, sondern als strategischen Feind«. Immerhin schob er noch nach, das Vereinigte Königreich st...

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