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20.03.2018 / Inland / Seite 8

»Kleine Schritte in die richtige Richtung«

Koalitionsvertrag enthält positive Ansätze für die Bildungspolitik. Ob sie umgesetzt werden, ist unsicher. Gespräch mit Andreas Keller

Ralf Wurzbacher

Ist Ihnen angesichts von vier weiteren Jahren großer Koalition eher bange, oder haben Sie Hoffnungen auf eine bildungspolitische Trendwende?

Das Bildungskapitel des Koalitionsvertrags enthält durchaus positive Ansätze: den Rechtsanspruch auf eine Ganztagsbetreuung an Grundschulen, die in Aussicht gestellte Abschaffung der Kitagebühren, einen Berufsbildungspakt, eine nationale Weiterbildungsstrategie oder die Verstetigung des Hochschulpakts. Das alles sind kleine Schritte in die richtige Richtung – so denn Union und SPD sie wirklich umsetzen können. Ein Blick in das Finanzkapitel des Vertrages nährt Zweifel daran.

Für Bildung und Forschung werden in den kommenden vier Jahren rund elf Milliarden Euro mehr veranschlagt. Ihre Gewerkschaft hält dagegen 40 Milliarden Euro jährlich für nötig.

Tatsächlich kommt eine von der GEW-nahen Max-Traeger-Stiftung geförderte Untersuchung auf einen jährlichen Fehlbetrag von über 55 Milliarden Euro. Das spiegelt nahezu exakt...

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