19.03.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

»Krieg« gegen SNCF

Drei Monate Streik: Paris plant »Reform« der staatlichen Eisenbahngesellschaft per Dekret. Beschäftigte und Gewerkschaftsverbund kontern

Hansgeorg Hermann, Paris

Die Zeichen stehen auf Konfrontation: Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron und sein Premierminister Édouard Philippe wollen ihr Konzept zur »Reform« der staatlichen Eisenbahngesellschaft Société nationale des chemins de fer français (SNCF) offenbar ohne Rücksicht auf Rechte und Einwände der betroffenen Beschäftigten durchziehen. Philippe Martinez, Generalsekretär der größten Gewerkschaft des Landes, CGT, erklärte dazu am vergangenen Wochenende: »Die Regierung will den Krieg.«

Macron hat vor, das mit rund 50 Milliarden Euro verschuldete wichtigste öffentliche Transport- und Beförderungsunternehmen des Landes in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln. Er will den Bahnverkehr für private Anbieter öffnen und den »Chéminots« (Eisenbahnern) ihren Beamtenstatus nehmen. Die haben inzwischen angekündigt, ab dem 3. ­April drei Monate lang an zwei von fünf Tagen die Arbeit niederzulegen. Bereits am Donnerstag soll in der Hauptstadt Paris bei Metro, S-Bahn (...

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