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16.03.2018 / Titel / Seite 1

Berlin mordet mit

Nordsyrische Stadt Afrin von feindlichen Truppen eingeschlossen. Deutsche Regierung genehmigt weiterhin Waffenexporte an türkischen Aggressor

Peter Schaber

Im von der Türkei belagerten nordsyrischen Afrin droht eine humanitäre Katastrophe. »Die Stadt ist von der türkischen Armee umzingelt. Zivilisten können nicht mehr hinaus«, erklärte der im Krankenhaus der Stadt beschäftigte Arzt Ciwan Mihemed am Donnerstag Vormittag gegenüber junge Welt. »Auch Nahrung kommt nicht mehr durch.« Der Belagerungsring um Afrin sei »sehr eng«. Zudem nehme die türkische Armee andauernd Wohnviertel Afrins mit Artillerie und aus der Luft unter Beschuss. »Es ist sehr viel. Seit gestern nacht schlagen dauernd Bomben ein. Rund um die Uhr.« Es gebe »sehr viele Tote und Verletzte«, darunter viele Kinder, beklagt Mihemed.

Seit dem 20. Januar greift eine aus türkischen Soldaten und diversen dschihadistischen Milizen zusammengesetzte Streitmacht den bis dato selbstverwalteten nordsyrischen Kanton Afrin an. Die Ziele der gegen die kurdische Bevölkerung Afrins und deren Verteidigungskräfte YPG/YPJ gerichteten Offensive formulierte indesse...

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