14.03.2018 / Ansichten / Seite 8

Tristes Spektakel

Vergifteter Doppelagent in Großbritannien

Reinhard Lauterbach

Die Story ist Stoff für einen Krimi. Einen bitteren Thriller nach einem Drehbuch wie von Graham Greene oder Henning Mankell: Ein Mann mit Vergangenheit wird, acht Jahre nachdem seine Lebensphase als Agent mit dem Austausch zu Ende gegangen ist, schwerverletzt auf einer Parkbank gefunden. Der Mann ist kein Held, sondern ein Verräter. Er hat für Geld Aufklärer des eigenen Landes ans Messer geliefert. Ein korrupter Beamter. Kein Anlass, ihm in der Öffentlichkeit viele Tränen nachzuweinen.

Britische Sicherheitskreise haben dem Independent gegenüber geäußert, Sergej Skripal sei zum Schluss vom britischen Geheimdienst »nicht mehr aktiv genutzt« worden. Die Informanten schlossen nicht aus, dass er »zum Ziel geworden sein könnte, weil er möglicherweise als freier Mitarbeiter für von ehemaligen Spionen betriebene Sicherheitsfirmen gearbeitet habe«. Unklar bleibt: Wessen Ziel kann er mit solchen h...

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