13.03.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Stützpunkt im Paradies

Aldabra-Atoll durch Vertrag zwischen Seychellen und Indien gefährdet. Umweltschützer protestieren gegen geplante Militäranlage

Thomas Berger

In den frühen sechziger Jahren scheiterten die Briten mit ihrem Vorstoß, auf den Seychellen eine Militärbasis zu errichten. Damals gelang es Umweltschützern, mit Protesten eine Umsetzung der Pläne zu verhindern. Ende Januar hat nun die Regierung des Inselstaates mit der Indiens eine Grundsatzvereinbarung geschlossen, die es Neu-Delhi erlauben würde, auf Assomption eine Luftwaffenbasis zu errichten. Die Insel liegt etwa 40 Kilometer von dem schon 1982 zum UN-Welterbe erklärten Naturparadies Aldabra-Atoll entfernt. Umweltaktivisten rund um den Globus, angeführt von der lokalen Organisation »Save the Aldabra Island Group« (SAIG), befürchten wegen dieser Nähe negative Auswirkungen auf den Artenreichtum Aldabras. Das unbewohnte Atoll mit vier etwas größeren Inseln und rund 40 kleinen Eilanden auf Basis eines Korallenriffs (gesamte Landfläche gut 150 Quadratkilometer) ist nicht nur die Heimat von Riesenschildkröten, sondern auch diverser Vogel- und anderer Tier...

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