13.03.2018 / Inland / Seite 2

»Wir verurteilen jegliche Form von Gewalt«

Türkischer Bund verurteilt Anschlag auf Berliner DITIB-Moschee. Zu Erdogans Krieg in Afrin will man sich nicht äußern. Gespräch mit Ayse Demir

Kristian Stemmler

Ihr Verband hat den Brandanschlag auf die Koca-Sinan-Moschee in Berlin-Reinickendorf in der Nacht zum Sonntag in einer Presseerklärung vom heutigen Montag verurteilt und eine schnelle Aufklärung gefordert. Die Moschee gehört zum Moscheeverband DITIB, der als von der türkischen Regierung abhängige Einrichtung treu hinter Staatschef Recep Tayyip Erdogan steht. Ihr Verband ist dagegen eher liberal eingestellt. Warum positionieren Sie sich hier?

Es ist richtig. Wir sind kein muslimischer Verband, wir sind ein liberal-demokratischer Verband. Aber darum geht es hier gar nicht. Es geht darum, dass wir jegliche Form von Gewalt verurteilen, egal aus welcher Richtung sie kommt.

Sie sprechen in Ihrer Presseerklärung von einem »möglichen islamfeindlichen und rassistischen« Hintergrund. Bekennerschreiben, ähnliche Aktionen an anderen Orten und die zeitliche Nähe zu den Vorgängen in Syrien sprechen aber doch klar für einen Zusammenhang mit dem türkischen Vormarsch auf ...

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