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12.03.2018 / Ausland / Seite 7

Provokation in Havanna

Rechte Gruppen versuchten, Wahlen in Kuba zu diskreditieren. Reaktionäre Politiker an Einreise gehindert

Volker Hermsdorf

Unterschiedlicher als die Parlamentswahlen in Kuba und Kolumbien am gestrigen Sonntag können Abstimmungen nicht verlaufen. Während die Wahl von 612 neuen Abgeordneten des nationalen Parlaments und der Vertreter für die 15 Provinzparlamente in Kuba friedlich verlief, war bereits der Wahlkampf in Kolumbien von Anschlägen, Gewalt und Einschüchterungsversuchen überschattet. Kandidaten regierungskritischer Parteien wurden mehrfach beschossen oder anderweitig mit dem Tod bedroht. In Kuba gibt es traditionell keinen Parteien- oder Medienwahlkampf. Die Kandidaten, die sich seit Anfang des Jahres in 168 kommunalen Versammlungen vorgestellt hatten, wurden in ihren jeweiligen Wahlbezirken direkt gewählt. Wie der russische Nachrichtensender RT berichtete, hatten sich auch 170 »Dissidenten« um ein Mandat beworben. Zwischenfälle wurden nicht gemeldet.

Vorab hatten rechtskonservative ausländische Politiker jedoch versucht, den Wahlprozess in Kuba zu diskreditieren. Als ...

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