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12.03.2018 / Titel / Seite 1

Gefahr eines Genozids

Türkische Truppen und islamistische Milizen stehen kurz vor der nordsyrischen Stadt Afrin. Antikriegsproteste in ganz Europa

Peter Schaber

Die türkische Besatzungsarmee, die seit dem 20. Januar versucht, den nordsyrischen Kanton Afrin einzunehmen, steht unmittelbar vor der gleichnamigen Provinzhauptstadt. Am Wochenende war es in der näheren Umgebung der Stadt zu schweren Gefechten gekommen, alleine 450 Kämpfer der türkischen Streitmacht und deren islamistischer Verbündeter seien dabei nach Angaben der kurdischen Nachrichtenagentur ­Anha im Verlauf von zwei Tagen getötet worden. Dennoch steht Afrin kurz vor einer humanitären Katastrophe.

Angesichts der drohenden Massaker wandte sich am Wochenende auch der größte Dachverband kurdischer Institutionen, die Union der Gemeinschaften Kurdistans (KCK), an die Weltöffentlichkeit. Die türkischen Regierungsparteien AKP und MHP »führen eine Invasion durch, deren Motivation die Durchführung eines Genozids ist«. Die Staaten, die »Waffen an die Türkei liefern, sind Komplizen in diesem Verbrechen«. Die erwähnten Staaten – allen voran die USA und die Bund...

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