10.03.2018 / Geschichte / Seite 15

Massaker in Son My

Die US-Truppen in Südvietnam antworteten auf die Tet-Offensive der Befreiungskräfte vor 50 Jahren mit blindwütigem Terror

Hellmut Kapfenberger

März 1968. Die mittlerweile fast 500.000 Mann starken US-Truppen in Südvietnam hatten sich zu Beginn des vierten Jahres ihres mörderischen Feldzugs gegen Vietnams Befreiungsbewegung und zur Rettung des Saigoner Vasallenregimes mit großem Aufwand, viel Mühe und zahlreichen Verlusten der landesweiten Tet-Offensive ihres Gegners erwehren können. Die Antwort auf die bittere militärische Erfahrung war nicht zum ersten Mal blindwütiger Terror gegen die Bewohner der ländlichen Regionen.

So auch am 16. März auf einem Flecken in der Küstenprovinz Quang Ngai. Eine Brigade der Elitedivision »Americal« hatte eine »Säuberungsoperation« gegen den »Vietcong« im »Hinterland« vorzubereiten. Drei Kompanien wurden zu einer von Oberstleutnant Frank Barker kommandierten »Task Force« formiert. Chef der Kompanie C (Charlie) war Hauptmann Ernest Medina. Das Operationsgebiet lag im Raum der Gemeinde Son My (von der US-Army auf ihren Einsatzkarten als My Lai bezeichnet). Aufklärer...

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