10.03.2018 / Thema / Seite 12

Meister der Moderne

Die Potsdamer Ausstellung »Max Beckmann. Welttheater« lädt dazu ein, den großen Bildermacher in all seinen Bezügen kennenzulernen. Auffällig ist seine prägende Rolle für die Malerei in der DDR

Peter Michel

Der 1964 in Potsdam verstorbene Kunsthistoriker Wilhelm Fraenger schrieb über Max Beckmanns Bild »Der Traum« (1921): »Ich möchte die strenge Gesetzhaftigkeit seines Formgefüges als eine bildnerische Manifestation des Gerechtigkeitsgedankens bezeichnen: Über eine verworrene, verworfene Welt wird durch die rationale Logik seines Formgedankens das System einer Welt, wie sie sein sollte, einer geordneten Welt gesetzt. In solchem Sinn ist Beckmann strenger Moralist.«1 Nachzuprüfen sind solche Überlegungen gegenwärtig in einer Ausstellung des Potsdamer Museums Barberini, in der »Der Traum« zwar nicht zu sehen ist, die aber mit einer Fülle von Bildern zum Nachdenken anregt. Das System einer Welt, wie sie sein sollte, einer geordneten Welt, wird durch Beckmanns Bilder in jenen Betrachtern provoziert, die zu sehen verstehen.

Noch bis zum 10. Juni 2018 sind im ersten Obergeschoss etwa 120 Gemälde, Zeichnungen, Druckgraphiken, Plastiken, Skizzenbücher sowie literari...

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