10.03.2018 / Ausland / Seite 6

Wahlen ohne Frieden

Trotz des Abkommens zwischen FARC und Regierung ist Abstimmung von Gewalt überschattet

Volker Hermsdorf

In einem von Gewalt und Angst geprägten Klima findet am Sonntag in Kolumbien die Wahl der Abgeordneten für beide Kammern des Kongress genannten Parlaments statt. Neu zu besetzen sind die 166 Sitze des Repräsentantenhauses und 102 Sitze im Senat, der Vertretung der 32 Regionen des Landes. Außerdem stehen für jede der Kammern jeweils fünf Kandidaten der neuen Linkspartei FARC zur Wahl, die sich im Herbst 2017 aus Mitgliedern der ehemaligen Guerillaorganisation »Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia« als legale Partei konstituiert hatte.

Die Parlamentswahlen am Sonntag und die Präsidentschaftswahlen am 27. Mai sind die ersten Abstimmungen in dem südamerikanischen Land seit Unterzeichnung des Friedensabkommens zwischen der Regierung und der FARC-Guerilla im November 2016. Am Donnerstag erklärte der ehemalige FARC-Kommandant Iván Márquez jedoch, dass seine Partei sich aus dem Präsidentschaftswahlkampf zurückziehe. Als Gründe wurden die Erkrankung ihres K...

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