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09.03.2018 / Feminismus / Seite 15

»Der Kampf geht weiter«

Algerien: Repressalien gegen zwei Frauenrechtsorganisationen. Nach Schließung Ende vergangener Woche dürfen sie ihre Büros vorerst wieder nutzen

Sofian Philip Naceur

Zwei Frauenrechtsorganisationen mit Sitz in der Großstadt Oran im Westen Algeriens konnten am Dienstag ihre Arbeit wieder aufnehmen – zumindest vorerst und in prekärer rechtlicher Situation. Denn ihr offizieller Status bleibt ungeklärt. Die Provinzregierung hatte vergangene Woche die Schließung der Büros der beiden Frauenrechtsgruppen FARD (Akronym für »Algerische Frauen beanspruchen ihre Rechte«) und AFEPEC (für »Feministische Vereinigung für die Entfaltung der Person und Ausübung der Staatsbürgerschaft«) verfügt und diese versiegeln lassen.

AFEPEC bezeichnete den Schritt in einer Stellungnahme als »ungerecht und brutal« und versicherte, sich an geltende Gesetze zu halten. Die Schließungsanweisung des Gouverneurs der Provinz Oran, Mouloud Cherifi, sei daher nicht nachvollziehbar. Die 1989 gegründete Nichtregierungsorganisation (NGO) erklärte, sie sei bereits 2014 der Neuregistrierungspflicht für zivilgesellschaftliche Verbände nachgekommen und habe die e...

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