09.03.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Schwacher Neuanfang

Frankreich und sein »Reformen«: Präsident Macrons Ansatz zur Umstrukturierung der Berufsausbildung ist typisch für die regierenden Geldmenschen

Hansgeorg Hermann, Paris

Nicht weniger als ein »Big Bang« für einen neuen Arbeitsmarkt soll die Reform der französischen Berufsausbildung sein, die Arbeitsministerin Muriel Pénicaud zu Beginn der Woche in Paris vorstellte. Das Projekt ist, nicht nur auf den ersten Blick, ein typisches Werk der im Land seit rund zehn Monaten regierenden Geldmenschen. Pénicaud, nach Premierminister Édouard Philippe wohl die wichtigste Personalie in der Regierung des Präsidenten Emmanuel Macron, verlangt von den ausbildungswilligen jungen Menschen, sich zukünftig in einem auf Internet- und Smartphone-Applikationen basierenden System zurechtzufinden. Für die dort aufgelisteten Möglichkeiten zur beruflichen Qualifizierung will der Staat pro Jahr 500 Euro zur Verfügung stellen, die Angebote sollen nach Stunden und in Euro berechnet werden, die über die zwölf Monate wie ein Bankguthaben verbraucht würden.

Weitgehend ausgeschaltet werden dabei sogenannten Sozialpartner, vor allem aber die Gewerkschaften....

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