Gegründet 1947 Montag, 25. März 2019, Nr. 71
Die junge Welt wird von 2173 GenossInnen herausgegeben
09.03.2018 / Inland / Seite 8

»Unsere Mitglieder fordern Umverteilung«

Unter sozialen Gesichtspunkten hat der Koalitionsvertrag der »Groko« nichts zu bieten. Ein Gespräch mit Thomas Steinhäuser

Gitta Düperthal

Den Koalitionsvertrag der neuen »Groko« kritisieren Sie als unzureichend. Forderungen von Gewerkschaftsmitgliedern seien nicht aufgegriffen worden – zum Beispiel?

Von der Bürgerversicherung ist keine Rede mehr. SPD, Bündnis 90/Die Grünen, die Linkspartei und Arbeitnehmerverbände hatten diese als sozial angemessene Kranken- und Pflegeversicherung und Alternative zur Zweiklassenmedizin favorisiert. Unterschiede in der Behandlung zwischen privat und gesetzlich Versicherten sollten aufgehoben werden. Das alte Bismarcksche Modell der Krankenversicherung hat ausgedient. Es kann nicht sein, dass viele selbständig arbeitende Menschen und Niedriglöhner aus dem System herausfallen – zugleich aber weitgehend automatisierte Großkonzerne viel Geld anhäufen und sich an den gesellschaftlichen Kosten des Gesundheitssystems nicht beteiligen.

Zwar ist im Koalitionsvertrag vorgesehen, die Parität von Arbeitnehmer- und Arbeitgeberfinanzierung wiederherzustellen – allerdings ...

Artikel-Länge: 4234 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €