09.03.2018 / Ausland / Seite 6

Zeit für Gerechtigkeit

Südafrikanisches Parlament macht Weg frei für entschädigungslose Landenteignungen

Christian Selz, Kapstadt

Die Habenden sind von Panik ergriffen. In der vergangenen Woche stimmte eine überwältigende Mehrheit im südafrikanischen Parlament für eine Änderung der Verfassung, die entschädigungslose Landenteignungen ermöglichen soll. Seitdem laufen die Verbände der weißen Farmer Sturm. Szenarien von einem Wirtschaftskollaps wie in Simbabwe und Warnungen vor ausbleibenden Investitionen geistern durch die Gazetten. Selbst die Ernährungssicherheit haben die Besitzer der Ländereien, deren Hungerlöhne von umgerechnet rund einem Euro pro Stunde nicht einmal bei den eigenen Arbeitern für eine ausgewogene Ernährung sorgen können, plötzlich als Argument entdeckt. Doch wirklich begründet ist die Furcht nicht. Denn der regierende African National Congress (ANC) hatte dem Verfassungsänderungsantrag, der ursprünglich von der linken Oppositionspartei Economic Freedom Fighters (EFF) eingebracht worden war, erst nach einigen Abschwächungen zugestimmt. Nur zusammen kommen die beiden...

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