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09.03.2018 / Inland / Seite 2

»Das Geschäft mit dem Tod muss ein Ende haben«

Rund 25 Tonnen Munition werden täglich über den Hamburger Hafen in alle Welt verschifft. Ein Gespräch mit Martin Dolzer

Kristian Stemmler

Hamburg nennt sich stolz »Tor zur Welt«. Weniger stolz kann man darauf sein, dass sein Seehafen Drehscheibe des internationalen Waffenhandels ist. Der Senat hat jetzt auf eine Anfrage von Ihnen Zahlen genannt. Was wird da umgeschlagen?

1.127,85 Tonnen Munition wurden in den letzten drei Monaten über den Hamburger Hafen in verschifft, durchschnittlich zwölf Tonnen am Tag. Im Jahr 2017 waren es insgesamt 9.165,74 Tonnen, also 25 Tonnen am Tag. Die Menge der Munitionstransporte wird, nachdem wir sie als Fraktion jahrelang alle drei Monate erfragt haben, mittlerweile im Transparenzportal der Hansestadt veröffentlicht. Nicht veröffentlicht werden allerdings die Zielländer, die Zielunternehmen und die Hersteller. Die Zielländer der Munition sind dann nur drei Monate im Gefahrgut-Informationssystem der Polizei, GEGIS, einsehbar und müssen jedes Mal extra erfragt werden.

Mauert der Senat, weil Waffenhandel nicht zum Image passt?

Wirkliche Transparenz sieht anders...

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