08.03.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Reisen nach Jerusalem

Israels Tourismus boomt. Doch der Segen für Hoteliers und Staatskasse wird auch zum Fluch. Denn Airbnb ist längst am Werk und Wohnraum knapper

Klaas Brinkhof

Israel lockt mehr Reisende. Im vergangenen Jahr verzeichnete man dort einen neuen Tourismusrekord: 3,6 Millionen Besucher kamen laut Amt für Statistik. Das freut einerseits alle, die daran verdienen, die Hotel- und Gaststättenbranche, die Souvenirverkäufer und fliegenden Händler. Andererseits kommt das kleine Land mit dem Ansturm kaum noch klar. Immer mehr Israelis sind genervt von den Menschenmassen, die sich durch die Altstadt von Jerusalem wälzen und am Roten Meer den Strand von Eilat bevölkern.

Doch Trips ins »Gelobte Land« boomen. Keine Rede mehr von den Problemen, die Mark Twain 1867 in seinem Bestseller »Die Arglosen im Ausland« anlässlich seines Besuches der damals osmanisch beherrschten Region beschrieb: »Palästina ist wüst und lieblos – es gehört nicht mehr zu dieser Arbeitswelt. Es ist geheiligt in Poesie und Tradition, ein Traumland.«

Anders die Gegenwart. Neben der permanenten Krisensituation in der Region wegen der Besetzung palästinensische...

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