08.03.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Folgen des Neoliberalismus

Politischer Streit ist an Indiens Hochschulen nicht gern gesehen

Awanish Kumar und Silva Lieberherr, Mumbai

In der Periode nach der wirtschaftlichen Liberalisierung in den 1990er Jahren wurde die universitäre Bildung in Indien vereinheitlicht und professionalisiert. Es gab einen Trend zur Privatisierung der höheren Bildung. Die gesamten öffentlichen Ausgaben für Bildung machen seither weniger als ein Prozent des indischen BIP aus. Trotzdem empfehlen verschiedene Komitees der Regierung, dass die Universitäten ihre Finanzen durch höhere Gebühren sanieren sollten.

Ermutigt durch solche politischen Signale und eine stetig reduzierte Finanzierung wälzten die Universitäten – die privaten wie die öffentlichen – bereitwillig die ganze Last auf die Studierenden ab. Die höheren Kosten in Verbindung mit einer Reduktion von Stipendien haben dramatische Konsequenzen – vor allem für Hochschüler mit Dalit-, Adivasi- oder OBC-Hintergrund.

Dies zeigt sich eindrücklich im Abschiedsbrief von drei Studentinnen einer medizinischen Universität im Bundesstaat Tamil Nadu, die sich zur...

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