02.03.2018 / Ausland / Seite 7

Was bleibt noch von der Demokratie?

Brasilien wurde zur Geisel einer perversen Elite. Gastkommentar

Gleisi Hoffmann

Ein »Zusammenbruch der demokratischen Institutionen«: Die Aussage der Regisseurin Maria Augusta Ramos in einem Interview für die junge Welt (siehe Ausgabe vom 26.02.2018, d. Red.) beschreibt die gegenwärtige Situation exakt. Wir leben nicht in der demokratischen, institutionellen Normalität, die der Verfassungsprozess von 1988 hervorgebracht hatte. Auch wenn man der brasilianischen Gesellschaft mit einem Riesenaufwand an medialer Manipulation Normalität vorzuspiegeln versucht: Normal ist an dieser Situation gar nichts.

Das Gerüst, welches die Verfassung bisher stützte, wird demontiert. Die formelle Demokratie – ohnehin beschränkt –, gegründet auf allgemeine, freie und demokratische Wahlen, wurde mit der Amtsenthebung von Präsidentin Dilma Rousseff ignoriert. Mit dem Ziel, Lulas Antritt zu den Wahlen zu verbieten, wird sie weiter attackiert. Was bleibt von ih...

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