Gegründet 1947 Dienstag, 19. März 2019, Nr. 66
Die junge Welt wird von 2173 GenossInnen herausgegeben
02.03.2018 / Ausland / Seite 7

Was bleibt noch von der Demokratie?

Brasilien wurde zur Geisel einer perversen Elite. Gastkommentar

Gleisi Hoffmann

Ein »Zusammenbruch der demokratischen Institutionen«: Die Aussage der Regisseurin Maria Augusta Ramos in einem Interview für die junge Welt (siehe Ausgabe vom 26.02.2018, d. Red.) beschreibt die gegenwärtige Situation exakt. Wir leben nicht in der demokratischen, institutionellen Normalität, die der Verfassungsprozess von 1988 hervorgebracht hatte. Auch wenn man der brasilianischen Gesellschaft mit einem Riesenaufwand an medialer Manipulation Normalität vorzuspiegeln versucht: Normal ist an dieser Situation gar nichts.

Das Gerüst, welches die Verfassung bisher stützte, wird demontiert. Die formelle Demokratie – ohnehin beschränkt –, gegründet auf allgemeine, freie und demokratische Wahlen, wurde mit der Amtsenthebung von Präsidentin Dilma Rousseff ignoriert. Mit dem Ziel, Lulas Antritt zu den Wahlen zu verbieten, wird sie weiter attackiert. Was bleibt von ih...

Artikel-Länge: 5484 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €