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01.03.2018 / Feuilleton / Seite 10

Eine traurige Buntheit

Nach dem Bombenhagel: Marcus Jansen war im Irak-Krieg und malt nun Bilder gegen den militärisch-industriellen Komplex

Matthias Reichelt

Knalligbunt leuchten die Gemälde von Marcus Jansen. Diese Farbigkeit kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Bilder trostlose Kriegslandschaften zeigen, in denen vereinzelte Menschen herumirren – nachdem sie dem Bombenhagel des »Wars on Terror« ausgesetzt waren. Brennende Ölquellen, aufgetürmte Ruinen und Militärschrott arrangiert Jansen zu beeindruckenden Tableaus, in die er ebenso sarkastisch wie kontrapunktisch US-Comicfiguren einfügt. Sie werden aktuell in der Zitadelle in Berlin-Spandau in der Galerie Kronprinz gezeigt, es ist Jansens erste Einzelausstellung in einem deutschen Museum.

Der 1968 in New York City geborene, in Florida lebende Künstler hat eine von den Westindischen Inseln stammende Mutter und einen deutschen Vater. Bereits als Jugendlicher war er stark von der New Yorker Graffitiszene beeindruckt, deren Spuren sich in Jansens Werk bis heute ebenso nachweisen lassen wie der Einfluss des von ihm verehrten Jean-Michel Basquiat (1960–...

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