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28.02.2018 / Inland / Seite 5

Rendite statt Rente

Künftige Regierung will Verlegern Rentenbeiträge für Zeitungszusteller erlassen

Ralf Wurzbacher

Wann endlich legt sich Verdi für die Zeitungsboten ins Zeug? Seit mittlerweile drei Wochen ist bekannt, dass Union und SPD den Verlegern laut Koalitionsvereinbarung einen Großteil der Rentenbeiträge für ihre minijobbenden Zusteller erlassen wollen (jW berichtete). Trotzdem hat die Dienstleistungsgewerkschaft bis heute nicht klar und öffentlich vernehmbar gegen die Pläne Position bezogen. Die Frage drängt sich auf: Wird der sozialpolitische Skandal unterdrückt, um die Zustimmung der SPD-Basis zum Eintritt in eine erneute große Koalition nicht zu gefährden?

Dass sich auch fast die komplette Presselandschaft in der Angelegenheit bedeckt hält, ist so traurig wie nachvollziehbar. Den Verlagshäusern verheißt der Rentenklau höhere Renditen, auch beispielsweise denen, die sich im Eigentum der SPD befinden. Wozu also dazu ein Fass aufmachen? Um so dringlicher wäre es in dieser Situation, dass die Beschäftigtenvertreter mit allem, was ihnen zur Verfügung steht, geg...

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