20.02.2018 / Thema / Seite 12

Eine gefährliche Situation

Bei der Münchner »Sicherheitskonferenz« beklagte der russische Außenminister die aggressive Politik gegenüber seinem Land und rief zu mehr Zusammenarbeit auf

Sergej W. Lawrow

Wir dokumentieren im folgenden die Rede, die der russische Außenminister Sergej Lawrow am 17. Februar 2018 bei der sogenannten Sicherheitskonferenz in München gehalten hat. (jW)

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kollegen,

heute, in einer Situation, in der die internationalen Beziehungen fundamentale Veränderungen erfahren, während noch immer über die These vom »Ende der Geschichte« diskutiert wird, sollten wir uns daran erinnern, was in nicht allzu ferner Vergangenheit geschehen ist. Wie sagte der bedeutende russische Historiker Wassili Ossipowitsch Kljutschewski: »Die Geschichte bestraft diejenigen, die ihre Lehren nicht zur Kenntnis nehmen.«

Vor 80 Jahren, im Jahr 1938, wurde hier in München die Teilung der Tschechoslowakei vereinbart, was zum Vorspiel des Zweiten Weltkrieg wurde. Später haben die im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher beschuldigten Führer des »Dritten Reiches« versucht, die Münchner Verschwörung zu rechtfertigen, ihr ...

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