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26.02.2018 / Inland / Seite 4

Wohnungslos im Winter

Der Kälteeinbruch ist lebensgefährlich für Obdachlose. Hamburger Behörden kümmert das kaum

Kristian Stemmler

Sibirische Kaltluft hat das Land fest im Griff. Dauerfrost und nächtliche Temperaturen von minus zehn Grad und darunter sind für die geschätzt 52.000 Obdachlosen auf deutschen Straßen eine echte Bedrohung. »Für ihre geschwächten Körper kann die Kälte den Tod bedeuten, besonders bei der grassierenden Grippe«, warnte Stephan Karrenbauer, Sozialarbeiter des Hamburger Straßenmagazin Hinz & Kunzt, am Sonntag gegenüber jW. Es sei skandalös, dass sich die Stadt weigert, das Winternotprogramm mit 760 Übernachtungsplätzen ganztägig für alle Obdachlosen zu öffnen.

In Hamburg und anderen Städten seien es vor allem Wohlfahrtsverbände und Ehrenamtliche, die sich jetzt um Obdachlose kümmern, etwa Schlafsäcke verteilen. »Ohne deren Einsatz hätten wir längst Kältetote«, so Karrenbauer. So will Hinz & Kunzt-Verkäufer Jens an diesem Montag abend mit Freiwilligen der Gruppe »Zwischenstopp Straße« in der Hamburger City Kaffee und heiße Suppe an Obdachlose verteile...

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