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23.02.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

26 Jahre Niedergang

Die russischen Streitkräfte nach dem Ende der Sowjetunion

Reinhard Lauterbach

Als Russland 1992 die auf seinem Gebiet stationierten Teile der Sowjetarmee übernahm, erbte es einen Koloss: 2,9 Millionen Mann. Bis heute sind sie auf ein Drittel dieser Stärke geschrumpft: Das aktuelle Stellenverzeichnis für 2018 zählt etwas mehr als eine Million Soldaten und 900.000 Zivilbeschäftigte.

Wenn das Ende der Sowjetunion für einen Sektor ihrer Gesellschaft einen Zusammenbruch bedeutete, dann für die Armee. Die Finanzierung aus dem Staatshaushalt wurde auf ein Minimum reduziert – für die in Ostdeutschland stationierten 338.000 Mann der »Westgruppe« von 820 Millionen DM im Jahr 1991 auf 19 Millionen ein Jahr später, freilich ergänzt durch Zahlungen für den Unterhalt der Truppe, zu denen sich die Bundesrepublik im Zuge der Übernahme der DDR verpflichtet hatte. Anderswo war es schlimmer. In Tschetschenien etwa gelangten die Separatisten nicht zuletzt deshalb in den Besitz enormer Mengen an Waffen und Munition, weil sich die russische Eisenbahn ni...

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