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22.02.2018 / Inland / Seite 5

Buhlen um die Armen

In Neuss will eine Tocherfirma der Diakonie ein Sozialkaufhaus eröffnen. Doch ähnliche Einrichtungen bestehen schon. Nun droht ein Verdrängungswettbewerb

Susan Bonath

Gebrauchte Möbel, abgelegte Kleidung: Das Geschäft mit der Armut boomt, doch der Markt hat seine Grenzen. Im nordrhein-westfälischen Neuss führt das zum Konkurrenzkampf zwischen den sozialen Verbänden. Den Grund dafür liefert die Sozialkaufhauskette Renatec, eine 100prozentige Tochterfirma der Diakonie Düsseldorf. Am 22. März will das expandierende Unternehmen in Neuss seine neunte »Fairhaus«-Filiale im Umkreis der Rheinmetropole eröffnen. Doch in der Nachbarstadt mit 155.000 Einwohnern gibt es schon ein Sozialkaufhaus, Kleiderkammern, eine Tafel. Deren Betreiber befürchten nun einen Verdrängungswettbewerb, wie die Neuß-Grevenbroicher Zeitung (NGZ) am Mittwoch berichtete.

»Sozial, ökologisch, integrativ« – so wirbt das »Beschäftigungs- und Qualifizierungsunternehmen der Diakonie Düsseldorf« für sich selbst. In seinen Kaufhäusern will es nach eigenen Angaben erwerbslose und behinderte Menschen »langfristig wieder in Arbeitsprozesse integrieren«. Bedürftige...

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