22.02.2018 / Inland / Seite 4

Verfolgungsfuror gegen Antifaschisten

Düsseldorf: Erstes von mehreren Verfahren gegen Nazigegner eingestellt. Weitere Prozesse stehen an

Markus Bernhardt

Nach nur wenigen Minuten ging am Dienstag der Prozess gegen Johannes Dörrenbächer vom antifaschistischen Bündnis »Düsseldorf stellt sich quer« vor dem Amtsgericht der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt zu Ende. Gegen Zahlung von 1.200 Euro an ein Kinderhospiz stellte das Gericht das Verfahren ein. Ursprünglich hatte Dörrenbächer einen Strafbefehl über 2.500 Euro wegen angeblichen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte erhalten, nachdem er sich im Mai 2017 an einer Sitzblockade gegen eine Wahlkampfveranstaltung der AfD in Düsseldorf beteiligt hatte. Diesen hatte er nicht akzeptiert, woraufhin es zu dem Prozess gekommen war (siehe jW vom 29.1.).

Dörrenbächer, der als Sozialarbeiter beim Düsseldorfer Obdachlosenprojekt »Fiftyfifty« tätig ist, rechtfertigte am Dienstag vor Gericht die Aktionsform des zivilen Ungehorsams als »legitimes Mittel gegen den Rechtsruck in unserer Gesellschaft«. Zuspruch erhielt er von seinen Kolleginnen und Kollegen. Julia von...

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