22.02.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Masterplan der Reaktion

Mit allen Mitteln möchte die Rechte in Brasilien ihre Macht zementieren. Kommentar

Peter Steiniger

Dilma Rousseff wurde 2016 nicht wegen irgendwelcher Bilanztricks und ganz sicher nicht zum Spaß gestürzt. Grund waren nicht ihre miserablen Umfragewerte, als die Krise Brasilien traf, wie uns hierzulande liberale und konservative Politiker weismachen wollten, um den von ihnen begrüßten Umsturz weißzuwaschen. Oder stellen sie heute Temer in Frage, dessen Popularität ganz andere Tiefpunkte kennt? Die legitime Präsidentin wurde gestürzt, weil die Mehrheit der Wähler trotz der Anti-PT-Kampagne der oligarchischen Medien dem Willen der reichen Elite 2014 nicht hatte Folge leisten wollen. Die gemäßigte Linke musste den Palácio do Planalto räumen, weil sie dem totalitären neoliberalen Politikwechsel im Wege stand und vor allem, weil Brasilien geopolitisch ein zentraler Spielstein ist, der sich nicht nach den Wünschen Washingtons bewegte. Weil die gewaltigen Res...

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