24.02.2018 / Wochenendbeilage / Seite 4 (Beilage)

Die Menschen ernst nehmen

In Graz ist die Kommunistische Partei zweitstärkste politische Kraft. Zwei Tage aus dem politischen Alltag von Abgeordneten und Aktivisten

Simon Loidl

»Ihr seid von der KPÖ, oder?« fragt eine junge Frau, nachdem sie von Robert Krotzer um ihre Unterschrift auf einer Liste gefragt wurde. »Dann passt das«, ergänzt sie und signiert die Petition für eine Volksbefragung über die geplante Olympia-Bewerbung der steirischen Landeshauptstadt. Ihre Begleiterin macht es ihr nach und sagt lächelnd zu Krotzer: »Euch kann man ja vertrauen.« Robert Krotzer ist Stadtrat in der zweitgrößten österreichischen Stadt, die eine politische Besonderheit aufweist. Die Kommunistische Partei, die bei den Parlamentswahlen im vergangenen Oktober gerade mal 0,78 Prozent erreichte, ist in Graz mit 20,34 Prozent die zweitgrößte politische Kraft. Nach der jüngsten Gemeinderatswahl im Februar vorigen Jahres haben sich die konservative Volkspartei (ÖVP) und die rechten Freiheitlichen (FPÖ) auf eine Koalition geeinigt. Aufgrund des Proporzsystems erhalten die stärksten Parteien aber Sitze im Stadtsenat. Die KPÖ gewann im vergangenen Jahr e...

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